Turnhallenbau – wie war das eigentlich? (Teil 1)

Wie war das denn vor 20 Jahren beim Turnhallenbau und was gibt es spannendes aus dieser Zeit zu berichten? Wir haben für Euch diejenigen gefragt, die damals dabei waren: die freiwilligen Helfer.

In diesem Teil beantwortet Reinhard Kraus unsere Fragen:

Was dachtest du, als du im Jahr 1997 von der Idee gehört hast, dass auf dem Sportgelände eine vereinseigene Turnhalle entstehen soll?

Gute Idee, aber wie soll das realisiert werden?

Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde erläutert, dass der Wert der Eigenleistung mit 325.000 DM angesetzt ist. Da war ich eher skeptisch, dass diese vielen ehrenamtlich nötigen Stunden von unserem Verein gestemmt werden können.

Bei einer zweiten außerordentlichen Mitgliederversammlung am 18.6.99 gaben die anwesenden Mitglieder mit 73:9 Stimmen grünes Licht für den Bau.

 

Du warst viele Stunden beim Bau der Turnhalle im Einsatz. Welche Tätigkeit ist dir am meisten im Gedächtnis geblieben?

Zu Beginn der Bauaktionen als Handlanger für Maurerarbeiten bei Eis, Schnee und Regen. Das Wetter, wo man keinen Hund ………

Beim Innenausbau mit Wand- und Deckenverkleidung aus Holz gab es eine Frühschicht bestehend aus überwiegend Rentnern und eine Nachmittagsschicht von Berufstätigen. Da kam es zu einem regelrechten Wettbewerb welches Team die meisten Bretter verarbeitet hat.

Pflastern ohne Ende!

Die tägliche Endkontrolle nach getaner Arbeit beim Pflastern

Bei so vielen Arbeitsstunden hast du viel auf der Baustelle erlebt. Kannst du uns von einer besonders lustigen Situation berichten?

Als wir Mitte Oktober 2001 an einem Samstag wieder den ganzen Tag mit Pflastern beschäftigt waren, kam am Nachmittag Günter mit fränkischem Federweißer vorbei …

Als ich nach Hause kam war ich platt …

Am Abend fand in der Sporthalle die Feier vom Projektleiter Rainer zu seinem 40. Geburtstag statt. Dazu waren auch die Seniorenfußballer eingeladen. Obwohl ich schon genug Alkohol intus hatte gingen wir dahin. Ich habe nicht mehr richtig durchgeblickt bei den Vorträgen. Lustig war es trotzdem.

 

Ein so großes Projekt wie der Bau der Turnhalle verläuft wahrscheinlich nicht immer nach Plan. Welche Hürden gab es zu überwinden?

Mir sind keine bekannt. Es gab bestimmt welche, aber die wurden vom Bauleiter Hans Söllner mit seinem Team gelöst.

 

Was denkst du heute – 20 Jahre später – über dieses Jahrhundertprojekt?

Respekt für die vielen tausenden ehrenamtlichen Stunden die für unsere DJK geleistet wurden.

Super für unsere Kinder und Enkelkinder, dass es diese Halle gibt. Ohne sie wären Veranstaltungen wie z.B. Fußball-Dorfmeisterschaften, Hallenturniere, Kinderturnen, Faschingsveranstaltungen …… nicht möglich.

Das Highlight aus meiner Sicht in unserer Sporthalle ist die Tanzsportgala!

 

Reinhard, vielen Dank für das Interview!

Montage der Decken-Holzverkleidung

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